Was ist eine klassische Website?
Eine Website ist primär dafür gedacht, Informationen zu präsentieren. Der Besucher liest, schaut, klickt auf Links – aber die Website 'reagiert' nicht individuell auf ihn. Alle Besucher sehen im Wesentlichen denselben Inhalt.
Beispiele: Unternehmenswebsites, Blogs, Portfolios, Landingpages, Nachrichtenportale (ohne Login-Bereich).
Was macht eine Webanwendung aus?
Bei einer Webanwendung (oft kurz Webapp) interagiert der Nutzer mit dem System: Er loggt sich ein, verändert Daten, löst Prozesse aus und bekommt individuelle Ergebnisse zurück. Die Anwendung 'kennt' den Nutzer und reagiert auf seine Aktionen.
Beispiele: Online-Banking, Google Docs, Trello, ein Buchungssystem, ein Kundenportal, ein CRM-System, ein Online-Shop mit Nutzerkonto.
Wo liegt die Grenze?
Die Grenze ist tatsächlich fließend. Ein Blog mit Kommentarfunktion hat webapp-ähnliche Elemente. Ein einfacher Online-Shop könnte je nach Implementierung als erweitertes CMS oder als echte Webanwendung betrieben werden.
Für die Planung eines Projekts ist die Unterscheidung trotzdem wichtig: Eine Website kann mit einfacheren Mitteln erstellt und gehosted werden. Eine Webapp erfordert Serverlogik, oft eine Datenbank, Authentifizierung, Session-Management und deutlich mehr Entwicklungsaufwand.