Warum auch kleine Websites angegriffen werden
Viele denken: 'Wer sollte mich angreifen – ich bin doch unwichtig.' Doch die meisten Angriffe sind nicht gezielt, sondern automatisch. Bots durchsuchen das Internet nach Websites mit bekannten Sicherheitslücken, veralteten Plugin-Versionen oder schwachen Passwörtern. Findet ein Bot eine Lücke, wird sie ausgenutzt – egal ob es sich um einen Weltkonzern oder eine kleine Handwerkerfirma handelt.
Ziele können sein: die Website zum Versenden von Spam-E-Mails missbrauchen, gefälschte Unterseiten für Phishing einschleusen, Nutzerdaten stehlen oder die Website als Teil eines Bot-Netzwerks nutzen.
Die wichtigsten Schutzmaßnahmen
Mit diesen Maßnahmen schützen Sie sich gegen den Großteil der Angriffe:
- Software aktuell halten: CMS, Plugins und Themes regelmäßig updaten. Veraltete Software ist das häufigste Einfallstor.
- Starke, einzigartige Passwörter: Für Admin, FTP, Datenbank. Passwort-Manager helfen dabei.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung: Besonders für den Admin-Login – selbst wenn ein Passwort bekannt wird, bleibt der Zugang gesperrt.
- Regelmäßige Backups: Tägliche oder wöchentliche Backups an einem anderen Ort als der Server selbst.
- HTTPS: Pflicht, nicht optional.
- Login-Versuche begrenzen: Bei WordPress z. B. mit einem Sicherheits-Plugin, das nach mehreren Fehlversuchen eine IP sperrt.
- Dateiberechtigungen prüfen: Serververzeichnisse sollten nur die nötigsten Zugriffsrechte haben.
Was bei einem Angriff zu tun ist
Wenn Ihre Website kompromittiert wurde: Sofort Passwörter ändern, den Hoster informieren, ein Backup einspielen und alle Dateien auf Schadsoftware prüfen. Die meisten seriösen Hoster bieten Malware-Scans und Notfall-Backups an. Ein professioneller Webentwickler kann bei der Bereinigung helfen und Sicherheitslücken schließen.