APIs – die Kellner-Analogie
Eine API funktioniert wie ein Kellner in einem Restaurant: Sie (der Gast) sagen dem Kellner (der API), was Sie möchten. Der Kellner geht in die Küche (der Server/die Datenbank) und bringt Ihnen das Ergebnis zurück – ohne dass Sie selbst in die Küche müssen oder wissen müssen, wie das Gericht zubereitet wird.
Genau so kommunizieren Programme miteinander: Programm A schickt eine Anfrage an eine API, die API holt die Daten vom Programm B und gibt sie strukturiert zurück.
Alltagsbeispiele für APIs
APIs sind überall – auch wenn man sie nicht sieht:
- Wetter-Widget: Wenn eine Website aktuelles Wetter anzeigt, fragt sie eine Wetter-API (z. B. von OpenWeather) ab.
- Google Maps eingebettet: Die Kartenanzeige auf einer Kontaktseite kommt via Google Maps API.
- Online-Bezahlung: PayPal, Stripe oder Klarna kommunizieren über APIs mit dem Online-Shop.
- Login mit Google/Apple: Der 'Mit Google anmelden'-Button nutzt Googles OAuth-API.
- Versandbestätigung: Ein Shop sendet über die API von DHL oder UPS eine Sendungsverfolgungsnummer.
REST-APIs – der heutige Standard
Die am weitesten verbreitete Art von APIs sind REST-APIs (Representational State Transfer). Sie nutzen HTTP als Kommunikationsprotokoll – also dasselbe Grundprotokoll wie normale Websiteaufrufe – und übertragen Daten meist im JSON-Format, das einfach zu lesen und zu verarbeiten ist.
Wenn ein Entwickler von einer 'API-Anbindung' spricht, meint er in den meisten Fällen eine REST-API.
Wann brauche ich eine API-Anbindung?
Immer dann, wenn Ihre Website oder Anwendung mit externen Diensten kommunizieren soll: Zahlungen, Versand, CRM-Systeme, Buchhaltungssoftware, Kalender, SMS-Versand, E-Mail-Dienste, KI-Funktionen. In modernen Unternehmensumgebungen sind oft Dutzende solcher Verbindungen aktiv.