CMS einfach erklärt
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Website mit 50 Produkten. Ohne CMS müsste ein Entwickler für jede Änderung – neuer Preis, neues Foto, neue Beschreibung – den HTML-Code manuell anpassen. Mit einem CMS loggen Sie sich in eine Oberfläche ein, klicken auf 'Bearbeiten', ändern den Text und klicken auf 'Speichern'. Der Rest passiert automatisch.
Ein CMS ist im Grunde ein Backend-System, das die Verwaltung von Inhalten von der technischen Darstellung der Website trennt.
Welche CMS-Systeme gibt es?
Die bekanntesten Systeme mit ihren typischen Einsatzbereichen:
- WordPress: Das Universalsystem – für Blogs, Business-Seiten, Portfolios, einfache Shops. Größte Community, meiste Plugins.
- Shopify / WooCommerce: Spezialisiert auf E-Commerce. Shopify ist gehostet, WooCommerce ist ein WordPress-Plugin.
- Contao / Typo3: In Deutschland verbreitet, besonders bei Mittelstand und Behörden. Sehr sicher, aber komplexer in der Handhabung.
- Headless CMS (Contentful, Strapi, Sanity): Moderne Systeme, bei denen das CMS nur als Datenverwaltung dient und die Darstellung komplett individuell gebaut wird.
Wann brauche ich kein CMS?
Nicht jede Website braucht ein CMS. Für Seiten, die sich kaum oder nie ändern – eine einfache Visitenkarten-Website eines Handwerkers, eine Landingpage für ein Produkt – kann eine statisch generierte Seite (HTML/CSS/JS) sogar vorteilhafter sein: schneller, sicherer, günstiger im Hosting.
Die Entscheidung sollte davon abhängen, wer wie oft Inhalte ändern muss. Wenn Änderungen nur ein- bis zweimal im Jahr stattfinden, kann der Entwickler das direkt erledigen, ohne dass ein CMS benötigt wird.